Arbeit

Arbeit wird in Deutschland zumeist mit Erwerbsarbeit gleichgesetzt. Alle anderen Formen von Arbeit, die nicht dem Erwerb des Lebenunterhaltes dienen, wie zum Beispiel die Hausarbeit, Gartenarbeit, Reparaturen von Eigenbesitz, künstlerische Tätigkeiten werden zumeist nicht als Arbeit betrachtet, sondern den Hobbys zugeordnet.

Tatsächlich ist natürlich jede Art von Tätigkeit die auch durch dritte gegen Bezahlungs ausgeführt werden könnte in Wirklichkeit auch Arbeit.

Die Freiheit des Bürgers bedingt, dass er die Hoheit über seine Sprache hat

Wer die Deutungshoheit über eine Sprache erlangt, der bestimmt, was in dieser Sprache gesagt werden kann:

Die Deutungshoheit ist das Vorrecht einer Person oder Gruppe, zu einem bestimmten Sachverhalt oder Ereignis vorrangig ihre Meinung oder Interpretation abzugeben. Dieser Person oder Gruppe wird die Deutungshoheit entweder aufgrund ihres Fachwissens oder aber ihrer Machtposition zugestanden. Diese Meinung wird anschließend sehr oft auch zur vorherrschenden Meinung in der Gesellschaft.

Tatsächlich bedeutet Deutungshoheit, das es relativ einfach wird die Inhalte von Sprache, die Bedeutung der Worte in ihr Gegenteil zu verkehren. Ein sehr gutes Beispiel für einen solchen Missbrauch von Deutungshoheit ist das lügende Lexikon der INSM das nur den Zweck hat, ehrliche Worte so weit auszuhöhlen, dass es in der deutschen Sprache unmöglich wird, zum Beispiel über den Sozialstaat zu reden ohne die Schwachen, der Doktrin der INSM folgend, zu verunglimpfen. Darüber wurde schon an vielen Stellen geschrieben. Franz-Josef Hanke hat sich intensiv mit Folgen derartiger Wortverdrehungen und ihren falschen Inhalten beschäftigt:

Schon der Begriff "neoliberal" zielt auf eine bewusste Irreführung ab. Er setzt sich aus einem lateinischen Wortstamm und einer griechischen Vorsilbe zusammen. "Liberal" steht eigentlich für "freiheitlich". Doch mehr Freiheit verheißen neoliberale Wirtschaftskonzepte nur der Unternehmerschaft. Für die allermeisten Menschen hingegen bringen sie mehr Knechtschaft. Die griechische Vorsilbe "neo" steht für "neu". Doch neu ist das, was die neoliberalen Propagandisten da fordern, beileibe nicht. Der Sozialphilosoph Karl Marx hätte dasselbe Mitte des 19. Jahrhunderts wohl ganz einfach mit dem Wort "Kapitalismus" bezeichnet. Weitere Wörter aus dem neoliberalen Sprachschatz sind "Eigenverantwortung" und "Eigeninitiative". Sie wollen den Eindruck erwecken, die Menschen könnten ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und sich dadurch von staatlicher Bevormundung befreien. Tatsächlich aber schiebt die neoliberale Politik damit die gesellschaftliche Verantwortung für die soziale Sicherung aller auf die Einzelnen ab. Sie sollen selbst "Initiative" zeigen, anstatt auf die solidarische Unterstützung anderer zu bauen. Diese "Privatisierung" der Lebensrisiken ist geradezu mörderisch. Das belegt der Fall eines 20-jährigen Erwerbslosen in Speyer. Da er aufgrund einer Lernbehinderung und psychischer Depressionen nicht fähig war zu der geforderten "Eigeninitiative", ist er Mitte April 2007 elend verhungert.

Natürlich sind es diese tödlichen Ausgänge die bewegen, aber nur weil man das kleine tagtägliche Elend das diese gefälschte Sprache bedeutet, gar nicht sehen und schon gar nicht bemessen kann. Joachim Bartsch hat sich unter dem Titel "Sprache als Ausdruck des Denkens" die Mühe gemacht einige Wortbedeutungen zu erläutern:

Arbeitslosenindustrie Ehemals als Bildungsträger respektive Maßnahmenträger bezeichnet dient dieser Begriff zur Diffamierung von staatlich geförderten Weiterbildungen und Beschäftigungen. Denn wenn die Autoindustrie Autos produziert, produziert hier eine Industrie wohl Arbeitslose. (Erreichter) Zweck: Massive Kürzungen bei den Integrationsleistungen für Arbeitslose. Chancengerechtigkeit (statt Ergebnisgerechtigkeit)Der Versuch, wachsende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft durch angeblich gleiche Ausgangsvoraussetzungen zu begründen. Hintergedanke: Wenn die Chancen gleich waren, müssen die Armen wohl selbst schuld sein – und Schuldige müssen bestraft werden. Wären die Propagandisten dieses Slogans tatsächlich für Chancengerechtigkeit, so müssten sie, der eigentlichen Theorie zufolge, für eine 100%ige Erbschaftssteuer eintreten. Das Gegenteil ist der Fall. Eigenverantwortung Das strikte Ablehnen des übernehmens von Verantwortung für andere, also dem, was man gemeinhin als verantwortungsvolles Verhalten bezeichnet. Zweck: Verbreitung des Glaubensgrundsatzes, ein jeder sei seines eigenen Glückes Schmied und um andere müsse man sich nicht kümmern. Die völlige Ablehnung der Gemeinschaft und den damit verbundenen Pflichten ist ein Charakteristikum des Neoliberalismus. Freisetzung Anderes Wort für Entlassung. Sehr schön gemacht, da das Wort "frei" generell positiv besetzt ist. Der Betroffene ist endlich frei, die Hartz-Reformen zu genießen. Komisch, warum freut sich denn keiner? Humankapital Eine Veränderung des Menschenbildes an sich: Vom Bruder zum Produktionsfaktor, dessen Wert in Geld gemessen wird. Die Tendenz ist, alles irgendwie zu "kapitalisieren": Neulich habe ich "Bildungskapital" gehört. Wann wird aus Kindern Gesellschaftskapital? Widerlich. Leistungsträger alias "Besserverdiener"; wurde als Substitution eingeführt, um eine äquivalenz zwischen Vergütung und Leistung zu suggerieren – was in hierarchischen Gesellschaften natürlich Unsinn ist. Ein sehr positiv konstruiertes Wort. Besonders schön: Die implizite, nicht direkt sichtbare Abgrenzung zu den "anderen" – denn die bringen demzufolge keine nennenswerte Leistung und sollen deswegen in Dreck und Elend leben. Lohnveredelung Auslagern von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer. Eine Veredelung eines Stoffs ist gemeinhin als eine Verbesserung bekannt – hier ist, was den Lohn betrifft, jedoch eine Verschlechterung gemeint. Die klassische "doppelte Zunge". Sozial ist, was Arbeit schafft Diese Phrase versucht, den Begriff sozial mit einer neuen Bedeutung zu belegen und damit zu erreichen, das ursprüngliche Sozialverhalten "teilen" aus der Bedeutung dieses Wortes zu verbannen. Mit der Redefinition des Wortes "sozial" haben sich die Kreativen aber wohl etwas zu viel vorgenommen, diese Parole wurde sogar Frau Merkel im Wahlkampf zu heiß und zumindest zeitweise fallen gelassen. Ein erster zählbarer Erfolg fürs Volk. Soziale Hängematte Unterstellung vorn Faulheit und Arbeitsunwilligkeit bei Arbeitslosen. Bei einer Hängematte denkt man automatisch an einen tropischen Strandurlaub – eine gute Wahl also. Der von "Bild" so genüsslich und von der Politik propagandistisch ausgeschlachtete "Florida-Rolf" passte da voll ins Konzept. Sozialneid Das Totschlagargument schlechthin, wenn eine berechtigte Empörung über allzu dreiste Raffgier geächtet werden soll. Ein sehr interessantes Wort: Durch das als Sünde gebranntmarkte Wort "Neid" wird in dieser Kombination das Wort "sozial" ebenfalls negativ belastet. Ein geschickter Schachzug im Diffamieren von allem Sozialen und Solidarischen. Sozialschmarotzer Schmarotzer ist ein Begriff aus der Biologie, stark negativ besetzt. Er wird hier auf Menschen angewendet, die im freien Markt nicht in der Lage sind, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Man beachte: Ein Schmarotzer ist eine für den Wirt unerwünschte, häufig sogar schädliche Lebensform. Hier sind wir gefährlich nah an den "Volksschädlingen" der Nazis.

Zum Glück ist das was die INSM da betreibt vielen Leuten aufgefallen. Es wird und wurde immer wieder thematisiert. Allerdings gibt es da ein erhebliches Problem. So wahr und klar diese Aufklärung auch ist, sie verpufft im wesentlichen, weil sie nicht kontinuierlich ist und weil natürlich auch die finanziellen Mittel fehlen. Das ist bei der INSM und den anderen neoliberalen Sprachverbiegern vollständig anders. So verfügt die INSM über praktisch unbegrenzte Mittel, da ihre Hintermänner, die Kosten einfach von der Steuer absetzen und die Allgemeinheit, den Betrug an der Allgemeinheit, auch noch bezahlen lassen. Ähnlich siehst es bei Mohn/Bertelsmann aus, die über die sehr gemeine und für den Menschen völlig unnütze Bertelsmannstiftung einen weiteren Großteil der Arbeit erledigt. Das die restlichen Medien diese Sprachregelung gerne übernehmen, weil sie ja von Anzeigen leben müssen, während die Öffentlich Rechtlichen sich schon durch die Auswahl ihrer Themen und die Wahl der Leute die Raum für Aussagen bekommen, den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten als angenehme Dienstboten anbieten. Unnötig zu sagen das diese Dienste der Öffentlich Rechtlichen noch über die Zwangsgebühren finanziert werden. Diese Medienmacht zeigt natürlich Wirkung. In einem Beitrag zu Peer Steinbrück prägt ein anonymer Leser folgenden Satz:

Es ist jedoch ganz klar in welche Richtung seine Dreckpropaganda geht… wenn man Bier und Zigaretten in den Medien erwähnt, so denkt man doch automatisch an Arbeitslose. Andere "Trinkergruppen" sind garnicht gemeint gewesen… man weiss schon wen er damit gemeint hat. So weit wurde uns schon das Gehirn gewaschen… Begriffe wurden gesetzt und missbraucht, Assoziationsketten wurden Jahrzehnte lang in jedem Sender verbeitet. Ok, es geht wieder mal gegen Arbeitslose, dabei verschweigt das dreckige Korrumpel, dass dieses Geld eh von dem Hartz IV Satz abgezogen wird.

Sieht man einmal von den Beschimpfungen ab, die natürlich Teil einer verzweifelten Wut sind, beschreibt dies die Situation doch ganz gut. Es reicht heute schon aus wenige Begriffe in Reihe auszusprechen um Bilder zu konstruieren, die bestimmte Bevölkerungsgruppen auf dass heftigste und gemeinste ausgrenzen. Natürlich hat das ganze System. Es ist eine bewusste politische Haltung. Die Deutungshoheit über die Sprache bedeutet, das Assoziationsketten gebildet werden, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Inhalt von Sprache zu tun haben, sondern nur noch der Ausgrenzung dienen. Deshalb ist auch das Wortpaar neoliberal und wirtschaftsfaschistisch so wichtig. Es beschreibt nämlich am ehesten das, was wirklich passiert. Natürlich wiederholt sich Geschichte nicht. Aber ähnlich wie die schon Fritz Schotthöfer 1924 in Il Fascio erklärte sieht es auch heute aus:

Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung. Ein Fascio ist ein Verein, ein Bund, Fascisten sind Bündler, und Fascismus wäre etwa Bündlertum.

Dazu war es in unserer Zeit nicht mehr nötig diese Bünde neu zu gestalten. Sie waren als Arbeitgeberverbände, Interessenverbände und sonstige Klubs schon vorhanden und mussten nur der neuen Zielplanung untergeordnet werden. Diese Menschen haben sich auch schon früher für die Elite gehalten, aber sie waren zu ängstlich etwas zu riskieren, da es zumindest immer noch einen theoretischen Gegenentwurf für eine Gesellschaft gab. Mit dem Ende der Sowjetunion und der DDR verflog diese Angst. Sie hatten gesiegt und es sollte niemanden mehr geben der sie aufhalten konnte. Das ist übrigens keine Verschwörung. Man hatte und hat nur gemeinsame Interessen und man hat Geld ohne Ende. Das ist der wesentliche Auslöser überhaupt. Würde es das Geld dieser Leute kosten, würden sie sich nicht einmal auf minimale Ziele einigen können. Niemand von denen würde auch nur einen Cent für eine gemeinsame Sache ausgeben. Das einzige was sie zusammentreibt ist die Gier nach mehr. So wie sie Solidarität bei anderen für Schwäche halten, sind sie natürlich selbst untereinander nicht solidarisch. Genau da greift unser Steuersystem ein. Im Prinzip ist ab einer gewissen Vermögensklasse alles nur noch Aufwand, also Kosten, welche von den Gewinnen abgezogen werden und damit Steuern sparen. Sie geben das Geld für ihre eigenen Interessen aus und müssen dafür weniger Steuern bezahlen. Das führt natürlich automatisch dazu, dass alle anderen mehr Steuern bezahlen müssen, oder der Staat weniger leisten kann. So bluten diese fünf bis fünfzehn Prozent der Deutschen und natürlich auch einige Ausländer die hier finanzielle Interessen haben, die übrigen fünfundachtzig bis fünfundneunzig Prozent der Bürger aus und unterhöhlen den Staat. Da für sie real keine Kosten entstehen, können sie für die Vertretung ihrer Interessen auch unbegrenzt Mittel aufwenden. Unbegrenzt heißt wirklich unbegrenzt. Es zählt nicht das Geld, was z.B. die INSM offiziell in ihren Büchern hat, oder das der Bertelsmannstiftung. Es zählt jede Werbemilliarde die aus diesen Kreisen vergeben wird, jede Schaffung eines Arbeitsplatzes oder nur dessen Zusicherung, jede Parteispende und natürlich auch das was zur Beeinflussung von willfährigen Journalisten getan werden kann. Sie haben wirklich Ahnung davon wie man die eigenen Ansichten verkauft. Sie haben sich die richtigen "Wissenschaftler" in ihr Boot geholt, die sie mit Pöstchen, Entgelten für Vorträge und Ausbildungsplatzzusagen für die Kinder ködern können und sie zahlen ja wirklich. Sie lassen Institute gründen oder übernehmen bestehende um sie als Propagandaschleudern zu verwenden. Wer die Abläufe beobachtet meint das er so etwas wie einen Virus oder Krebs sieht. Die Werbeagentur die für Siemens oder Brokat arbeitete wusste schon, dass sie neben diesem Auftrag auch etwas kostenfrei für die INSM machen musste, was natürlich in den an Siemens oder Brokat berechneten Kosten enthalten war. Bertelsmann hat mehr als ein Schattenkabinett. Die Mohns haben die Regierung schon zu weiten Teilen übernommen. Zur Zeit spielen an der Oberfläche die INSM und Mohn/Bertelsmann, so wie Springer und das deutsche Großkapital noch gut zusammen. Ganze Bevölkerungsgruppen werden aussortiert weil sie für die Art von faschistischem Wirtschaftssystem nicht gebraucht werden, also nutzlos sind. Dazu muss diesen Menschen der Mut genommen und die Schuld zugewiesen werden, was mit Hartz IV hervorragend geklappt hat. Jetzt muss nur noch eine neue Arbeitsgesetzgebung her, die eine Arbeitspflicht festschreibt und im wesentlichen einem neuen Arbeitsamt die Zuordnung von Personen und Arbeit ohne rechtliche Einschränkungen überlässt. Dieses Gesetz hat Mohn/Bertelsmann bereits fertig. Der Arbeitsminister will und wird es umsetzen. Dazu die Einschränkungen im Versammlungsverbot wie in Bayern, die einen Streik unmöglich machen und die kommenden EU-Verordnungen die es dem Staat ermöglichen, seine Bürger vor gefährlichen Inhalten im Internet zu bewahren und somit jede Kritik und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Nimmt man dann noch die Mohn/Bertelsmann die über eine Tochterfirma Arvato nicht nur die Kindererziehung übernehmen wollen, sondern auch bestimmen werden wer Ausweise oder einen Führerschein bekommt, dann ist klar wohin die Fahrt geht. Das ist übrigens auch das Steinbrück mit seiner Polemik erreichen will. Er öffnet die Türen für Bertelsmann und die Familie Mohn. Was wohl auch mein anonymer Leser weiß. Dieses Ganze ist aber nur möglich, weil im ersten Schritt die Sprache verdreht wurde. Weil Worte plötzlich nicht mehr das bedeuten was ihr eigentlicher Inhalt war. Weil Assoziationsketten aufgebaut und in die Köpfe gehämmert wurden. die einfach falsch sind. Wer also den Kampf aufnehmen will, der muss sich zuerst die Sprache zurück holen. Natürlich haben die Bürger nicht das Geld um eine ähnliche Welle von Propaganda und Demagogie loszutreten. Aber sie können einen Anfang machen. Sie können ihr eigenes Lexikon der Begriffe erstellen. Eines das frei von dem Schmutz der Neoliberalen ist. Sie können in allen Foren und auf allen Plattformen den falschen Gebrauch der Worte kritisieren. Da beginnt ein Mengenproblem dem Propaganda nicht gewachsen ist. Solange es noch den Ansatz von freier Rede in diesem Land gibt, gibt es auch die Möglichkeit gegen die Propaganda anzusprechen. So gut die Propaganda auch bezahlt sein mag. Es gibt nicht genügend Leute, wenn die Bürger aufstehen. Vor einigen Jahren wurde in der Denkfabrik Deutschland bereits ein Versuch unternommen solch ein Lexikon aufzubauen. Es scheiterte an mangelnder Beteiligung. Manch einer mag auch auf Wikipedia verweisen. Die Zusammenarbeit von Spiegel, der ja direkt zu Mohn/Bertelsmann gehört und die Orgien von Änderungen und Grabenkämpfe haben gezeigt, das sich dieser Weg nicht gehen lässt. Wikipedia führt einen anderen Kampf und es ist zu hoffen das die Guten dort gewinnen, es ist allerdings Sorge und vor allem sorgfältige Beobachtung angebracht. Das Lexikon oder erst einmal das Wörterbuch einer neuen Republik muss geschützt werden. Wir haben unsere Sprache schon mehrfach an Gegner der Demokratie verloren. Auch die Nazis haben sie mißbraucht, so dass uns heute viele Worte fehlen, die zu sehr beschmutzt sind, als dass sie noch verwendet werden können. Die INSM und die Neoliberalen haben die Worte und Begriffsketten umgelogen. Das kann man rückgängig machen. Es ist Aufwand, aber es müsste doch möglich sein hundert Leute zu finden, die Zeit genug haben zuerst die wichtigsten Worte wieder zurück zu erobern und sie den Deutschen wieder zur Verfügung zu stellen. Wenn jeder davon eine Stunde in der Woche opfert wäre schnell ein Anfang gemacht. Mit diesen befreiten Worten ist möglich sehr fein und sehr deutlich die Wahrheit zu formulieren und neue Politikentwürfe zu machen, die auch verstanden werden. Natürlich würden die Gegner der Wahrheit haufenweise Schmutz über dieses Projekt ausgießen und viel Geld ausgeben um es zu torpedieren. Aber auch da gilt, das ihre Geldgeber nichts fördern was nur Geld kostet und keine Ergebnisse bringt. Das auch andere das Sprachproblem erkannt haben, merkt man an so seltsamen Artikeln die natürlich einen Zweck haben. Sie sollen das ungute Gefühl das manche Menschen mit der aktuellen Sprache und ihrer Unehrlichkeit haben auf andere Ziele lenken. Mal sind es die SMS-Abkürzungen oder eine angebliche Jugendsprache. All dies sind Ablenkungsmanöver damit die Menschen sich nicht hinsetzen und in Ruhe nachdenken. Die Menschen ständig zu hetzen, damit sie nicht nachdenken ist übrigens ein typisches Mittel um Propagandawirkung zu verstärken. Die Zeit ist übrigens günstig für eine Befreiung der Sprache als Grundlage für eine Befreiung der Menschen. Der neoliberale Wirtschaftsfaschismus hat wirtschaftlich versagt. Wir haben in Deutschland ja schon wirklich miese Regierungen und Hintermänner gehabt. Wir hatten Willhelm den Doofen den Oberganoven, die unfähigen Papen und Hindenburgs, den österreichischen Schnauzbart, Adenauer den außer seiner persönlichen Macht nichts interessierte, den dicken Lügner Ehrhardt, Kiesinger die Nullnummer, Kohl mit seinen Bestechungsgeldern, auch wenn es ja Spenden waren von Leuten deren Namen man nicht nennen darf. Aber mit Schröder und Merkel sind wir ganz unten angekommen. Dabei hat Schröder genau wie Merkel ja gar nichts gemacht. Die befolgten und befolgen nur die Befehle der Neoliberalen. Haben die Lobbyisten gleich die Gesetze machen lassen. Haben alles und jedem dem Markt überlassen. Genau dieser Markt verreckt gerade vor aller Augen jämmerlich. Jeder kann sehen das unsere neoliberalen Eliten es einfach nicht können. Früher konnten die Willhelms und Sohn ja noch irgendwo anders hingehen wenn sie versagt hatten. Das ist nicht mehr. Die neoliberalen Komiker haben die Weltwirtschaft vor die Wand gefahren. Um genau zu sein machen sie das täglich wieder. Sie fahren vor die Wand, setzen zurück und wiederholen sich. Das ist ihr Glaube. Der Markt wird es richten. Er richtet natürlich nichts. Jeder Markt braucht Regeln um zu funktionieren. Marktordnungen waren die ersten und wichtigsten Gesetze. Aber ein Neoliberaler hat weder Geschichte noch Zukunft. Er hat nur Quartale. Sie sind zu dumm zum Wasser kochen, weil sie nur beobachtet haben, dass jemand Wasser in einen Topf tut und nach einiger Zeit eine Topf mit kochendem Wasser vom Herd nimmt. Nun stehen sie vor der Waschmaschine und haben schon seit Tagen einen Topf mit Wasser vor Augen, das einfach nicht kochen will. Dabei ist die Waschmaschine doch ein Elektrogroßgerät und sie versichern uns, dass der Stecker in der Steckdose sei. Sie brauchen auch keine Hilfe sie sind und haben Experten. Ja ausgewachsene Professoren des Unsinns sogar. Besser kann die Situation für eine Gegenwehr gar nicht sein. Während die sich streiten warum das Wasser nicht kocht und die Gewinne nicht mehr fließen, sind die gut beschäftigt. Das verschafft den Bürgern Zeit sich zu befreien. Sie werden bald anfangen gegeneinander zu kämpfen. Weil keiner die Verantwortung übernehmen wird. Lasst sie kämpfen, das ist egal. Der Kampf der Bürger in Deutschland muss sich zuerst um Sprachhoheit drehen. Die Bürger müssen die Inhalte ihrer Sprache bestimmen und dann einen neuen Entwurf für Deutschland machen. Dabei gilt es Gutes zu bewahren, Brauchbares erst dann zu ersetzen wenn man etwas Besseres hat und das Schlechte grundsätzlich und hart auszumerzen. Das ist Arbeit und man nennt es nicht nur Arbeit. Aber eine Arbeit die ein Ziel hat. Also bitte mit anfassen. Wer helfen will, kann sich bei info@denkfabrik-deutschland.de melden.

Warum ein Lexikon?

Das ist eine relativ einfache Frage die ich eigentlich schon vor Jahren einmal ausführlich beantwortet habe.Oft reichen kleine Manipulationen um Begriffe in ihr Gegenteil zu verkehren. Die Macht diese Begriffe umzudeuten, liegt zumeist in den Händen von Leuten, oder den Beauftragten von Leuten die eh schon die Macht haben die Dinge in ihrem Sinne zu ordnen. Meist geht es dabei vor allem um Geld und Macht.

Das ganze ist ein schleichender Prozess und am Ende fehlen einem die Worte um das auszudrücken, was man fühlt und denkt. Man wird sprachlos. Wer aber sprachlos ist, kann sich in dieser Welt nicht mehr wehren.

Natürlich soll hier kein Lexikon in Konkurrenz zu Wikipedia oder gar den großen Enzyklopädien entstehen. Es geht um die Begriffsbestimmung von Begriffen der Umgangssprache verbunden mit einer freiheitlich, demokratischen und sozialen Grundeinstellung.

Es soll kein linkes Lexikon sein, auch wenn sich häufig linke Ansichten und Sprachgewohnheiten, hier wiederfinden lassen. Aber das ist normal, da vieles was noch in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhundets als normale Definition galt, wird heute unter dem Begriff links verächtlich gemacht.

Allerdings wird man viele marxistisch-leninistische Deutungen hier auch vergeblich suchen, weil sie oft nur wenig mit dem realen Leben der Menschen zu tun haben und eher theologische Begriffe sind, wie z.B. die Bedeutung von Ehe und Sexualität der Religionen.

Die ursprüngliche Bedeutung der Sprache verächtlich zu machen ist einfach, weil weite Teile der Sprache und der Bedeutungen neoliberalisiert wurden. Das Ziel hier ist die ursprüngliche Wortbedeutung wieder herzustellen.

Natürlich kann es kein Ziel sein hier diese Worte in einer Art Naturschutzpark zu verwalten, zu putzen und aufzubewahren. Museen gibt es mehr als genug. Es geht darum diese Sprache weiterzuentwicklen und die hier vorgestellten Deutungen, als Grundlage für die Diskussion zu nutzen.

Natürlich kann das niemand und auch keine kleine Gruppe alleine machen. Dazu gehören viele. Es macht aber auch keinen Sinn, alle direkt in den Definitionen herumbasteln zu lassen, wie das Beispiel Wikipedia auch zeigt, wo viele Texte zu werblichen Zwecken, zur besseren Selbstdarstellung und vor allem zur Umdeutung der Sprache von Interessierten manipuliert wird, oder wo auch ansonsten integere Leute für scheinbar kleine Eingriffe belohnt werden.

Deshalb sollen alle Definitionen aufsführlich kommentiert werden, später werden dann Abstimmungsmodelle hinzukommen, die möglichst breite Mehrheiten für eine Definition schaffen sollen.

Selbstverständlich können auch Begriffe von allen Lesern eingereicht werden. Sie werden so schnell wie möglich zur Diskussion gestellt. Auch abglehnte Begriffe werden mit einer Begründung zur Diskussion gestellt. Dazu ist es erforderlich das hier nicht anonym gepostet werden kann.

Die bisher vorliegenden Begriffsdefinitionen sind schon vor einigen Jahren entstanden und müssen alle nochmals überarbeitet werden.

Die große Hoffnung ist, dass sich viele Menschen die Definitionen von hier zu eigen machen könnten und in ihren Texten auf diese Definitionen verweisen. Das hilft oft, um Diskussionen nicht ins uferlose abgleiten zu lassen.

Gebraucht werden wie immer Menschen, die arbeiten und ein wenig Geld. Das Geld soll über möglichst wenig Werbung kommen, und alle Einnahmen und Ausgaben werden einmal jährlich offen gelegt.

Selbstverständlich sind Spenden erwünscht. Reichen die Spenden zum Unterhalt der Seite aus, gibt es keine Werbung mehr.

Ach ja. Dies ist kein Ableger von Duckhome.net, auch wenn einige Leute von Duckhome hier mitarbeiten. Ich selbst habe mit meinem Alter und diversen Krankheiten auch keine Ambitionen mehr auf Reichtum und bin schlimmstenfalls ein biologisches Problem.

Es wird gerade über einen gemeinnützigen Verein nachgedacht und es liegen auch schon einige Pläne vor. Auch da kann sich dann praktisch jeder als Mitglied oder Fördermitglied einbringen und den Kurs des jetzigen Ruderbootes mitbestimmen und helfen das daraus ein stolzes und vor allem ehrliches Schiff wird.

Jochen Hoff