Wiesn hinter Gittern – doch die Gefährdung kam von oben.

Manch ein Schießbudenbesitzer war den Tränen nahe, weil es ihm gar so nass reingegangen war zum Wiesn-Auftakt: „Heute haben wir 25 Euro eingenommen. Davon kann ich kaum den Strom bezahlen“. Geschweige denn die Angestellten. Die rund 400 kleinen Schausteller, Eisverkäufer, Karussell- und Fressbuden-Betreiber waren verzweifelt und drohten am vierten Tag mit Protestaktionen. Ab 21 Uhr wollten sie die Lichter löschen und in partiellen Wiesnstreik treten. Und das auf dem größten Volksfest der Welt! Die Sause drohte zu floppen. Seppi Schmid, der Wiesn-Chef und CSU-Großstadt-Großkoalitionär thematisierte großspurig schon mal kleine Nachlässe bei den Standmieten, konnte und wollte aber nichts versprechen. Denn der Sicherheitsaufwand mit Zaun und 450 Einlass-Ordnern kostet die Stadt immerhin 3,6 Millionen. Die werden immerhin erst nächstes Jahr draufgeschlagen. Den Großwirten kann das egal sein: Bier geht immer. Da darf es durchaus nass reinlaufen, wenn man im Trockenen sitzt. Die Polizei meldete die erste Alkoholleiche allerdings erst gegen 15 Uhr, so spät wie selten. Nur eine halbe Million kam am ersten Wochenende, also halb so viele wie sonst.

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