Offener Brief an Nahles

Frau Nahles (das „Sehr geehrte“ will mir in Ihrem Zusammenhang nicht gelingen),
am 01.09.2016 äußerten Sie sich im Focus Online wie folgt über Hartz4 Empfänger:
Arbeit gehört für viele Menschen nicht zum Alltag.
„Es gibt immer noch viele Menschen, die sich über längere Zeit in Strukturen bewegen, in denen Erwerbstätigkeit nicht zum Alltag gehört.“

So etwas Ungeheuerliches gibt eine Person von sich, deren Lebenslauf man kurz damit beschreiben kann, selbst eine der erbärmlichsten Staatsparasiten dieser Republik zu sein.
Zu Ihrer Erinnerung:
Sie traten schon mit 18 in die SPD ein und studierte 20 Semester Politik, Philosophie und Germanistik. Alles, was Sie in ihrem “Berufsleben” gemacht hat, war: Intrigieren, Organisieren und Reden halten. Sie haben noch keinen Tag wirklich gearbeitet, weder an der Kasse bei ALDI gesessen, noch eine Schulklasse unterrichtet, keinen Tisch gebaut und in keiner Suppenküche am Herd gestanden. Nichts.

Als Gerhard Schröder mittels der sog. „Hartz4-Reformen“ seine Honorare nach der Kanzlerschaft bei der Industrie und den Banken abgesichert hat, erinnerte mich dessen Kanzlerschaft auch immer an die bekannte „Animal Farm“, speziell als Napoleon mit seinen Schweinen die Herrschaft übernahm.

Heute muss ich mich bei den Schweinen entschuldigen, denn das, was sog. Sozialdemokraten auf den Weg gebracht haben, würden sich selbst Schweine untereinander nicht antun. Sie haben sich in ihrer Gesetzgebung skrupellos an Praktiken und Rezepten aus dem 3. Reich bedient, ja selbst die Terminologie, z. B. „Kunde“, wurde 1 zu 1 von den Nazis übernommen. Seit dem Sozialdemokraten Schröder durften deutsche Bürger wieder ungestraft „Parasiten“ oder „Sozialschmarotzer“ genannt und von ihren willigen Helfern in den Jobcentern auch so behandelt werden.

Obwohl keine offiziellen Statistiken geführt werden, sind doch unzählige Fälle bekannt, in denen arme Menschen von Ihnen bzw. Ihresgleichen in den Tod getrieben wurden. Alles gedeckt durch Ihre sog. „Sozialgesetzgebung“. Was unterscheidet eigentlich noch einen Mauerschützen oder KZ Wärter von den willigen Helfern, die heute Menschen zynisch in den Tod treiben, indem die Existenzgrundlagen entzogen werden?

Sie selbst scheinen nun als Arbeitsministerin (was für ein Treppenwitz der Geschichte) die nationalsozialistische Tradition fortzusetzen, unwertes Leben mit dem zynischen Slogan „sozialwidriges Verhalten“ auszumerzen. Sie wollen Menschen nicht nur das Existenzminimum verweigern sondern sogar das bereits einmal gewährte Existenzminimum zurückfordern. D. h. Menschen ohne Existenzminimum und ohne jeden Krankenversicherungsschutz sollen über Jahre gezwungen werden, selbst Lebensmittelgutscheine zurückzuzahlen. Was für ein Zynismus?

Ob Sie irgendwann einmal von den Historikern als Mordgeselle eingestuft werden, wird dereinst die weitere Geschichte zeigen. Wenn ich mir die Definition zu „Mord“ aus dem STGB anschaue, sind Sie ganz für mich persönlich eine Mörderin. Besonders erschreckend und verachtend ist für mich zudem, mit welch dämlichem Grinsen im Gesicht solche Maßnahmen von Ihnen vorgetragen werden.

Strafgesetzbuch (StGB) § 211 Mord
Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst
aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Unter dem Deckblatt „sozialwidriges Verhalten“ geben Sie Ihren willigen Helfern in den Jobcentern eine Waffe in die Hand, um jedes Opfer Ihrer Wirtschaftspolitik zu beseitigen, denn nichts Anderes ist die sog. Sanktion des Existenzminimums auf Null zzgl. Rückzahlung schon erhaltener Lebensgrundlagen. Wie sollen Menschen ohne Essen, ohne medizinische Versorgung & ohne Dach über dem Kopf überleben?

Wie pervers Sie und Ihresgleichen sind zeigt schon die Tatsache, dass Sie selbst das Existenzminimum nicht als solches ansehen sondern mit dem zynischen Entzug Existenzen vernichten.

Verzweifelte, arme Menschen, denen Sie alles entzogen und zusätzlich auch noch Schulden aufgebürdet haben, könnten zu der Erkenntnis kommen: Erschießt einen Sozialdemokraten*in, geht zur Polizei und gesteht die Tat. Geht ins Gefängnis, da habt ihr ein Dach über dem Kopf, 3 x Essen am Tag und medizinische Versorgung, also alles das, was Shareholder-Value Opfern oder kranken Erwerbslosen durch die Nahles-Gesetze versagt wird. Aber vor allem: Im Gefängnis hat die Qual ein Ende, keiner wird zusätzlich sanktioniert und um sein Existenzminimum gebracht.

Sie haben dafür gesorgt, dass die Opfer von Profitjunkies und Wirtschaftsverbrechern, Kranke, Alte und Behinderte heute noch unterhalb von Mördern, etc. gesellschaftlich angesiedelt sind.

Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden und Bekannten wünsche ich die schlimmstmögliche Pest an den Hals.

Ob Sie mich für meine offenen Worte sanktionieren oder bestrafen können? Nein, das Spiel würde ich mittels eines öffentlichen Suizids gewinnen.

Peter Martin

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