Israel ist illegal: Zionisten in Hannover attackieren Wahlurnen

m November 2016 fand in der Stadt Delmenhorst zum ersten Mal die Aktion Israel ist illegal der Gruppe Die Feder statt. Nach zahlreichen Medienberichten, die die Aktion infrage stellten, folgte neben einem Artikel vom israelischen Botschafter in Deutschland auch eine Strafanzeige einer Privatperson wegen Volksverhetzung. Die Anzeige wurde natürlich abgewiesen und die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte, dass keine antisemitischen Motive mit der Aktion bezweckt wurden und sie durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist.

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Warum vier Millionen Menschen in Damaskus kein sauberes Trinkwasser mehr haben.

Alles in allem handelte es sich um eine weitere Bankrotterklärung deutschen Qualitätsjournalismus. Ob man sie nun wie Spiegel und ZDF einfach nur „Rebellengruppen“ oder wie die ARD „bewaffnete Opposition“ oder Die Zeit „moderate Rebellengruppen“ nennt, in einem war man sich einig – ein seit Jahren nur noch als Phantom durch die westliche Presse geisterndes Gebilde wurde einmal mehr reaktiviert. Die Freie Syrische Armee, so hieß es, und die ARD präsentierte gar einen angeblichen Sprecher dieser FSA, einen gewissen Osama Abu Zeid, habe erklärt, man lege die Vorbereitung der Friedensgespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana auf Eis, solange die syrische Regierung den vereinbarten Waffenstillstand immer wieder breche.

Was war geschehen? Am 29. Dezember hatte die OCHA, die Abteilung der UNO für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten Alarm geschlagen:

„Die Vereinten Nationen sind alarmiert, dass seit dem 22. Dezember vier Millionen Einwohner in Damaskus und Umgebung von der Wasserversorgung abgeschnitten wurden. Zwei primäre Trinkwasserquellen – Wadi Barada und Ain-el-Fijah – die für 70 Prozent der Bevölkerung in und um Damaskus sauberes und sicheres Wasser zur Verfügung stellen, funktionieren nicht, da die Infrastruktur zerstört wurde. Während Regierungswasserbehörden ein Programm der Rationierung und der Wasserverteilung eingeleitet haben, sind die Menschen in Damaskus seit mehr als einer Woche ohne Wasserzugang zu ihren Häusern und müssen Wasser von privaten Wasserverkäufern kaufen, dessen Qualität und Preise keiner Kontrolle unterliegen.“

Das Wadi Barada liegt nordwestlich von Damaskus und wird von regierungsfeindlichen bewaffneten Milizen beherrscht. Die örtlichen Milizen, die das Gebiet schon seit Jahren beherrschen, hatten die Wasserzufuhr für die Millionenstadt im Großen und Ganzen nicht angetastet. Nach dem Fall von Ost-Aleppo hatte es sogar Gespräche mit der Regierung gegeben. Daraufhin übernahm die Dschabhat Fatah al-Scham oder ehemals Al-Nusra, eine Unterorganisation der Al Kaida, die Gewalt über das Gebiet. Beim ZDF und in der Zeit liest sich das dann so:

„Regimegegner hatten im Dezember in Wadi Barada die Kontrolle über Wasserquellen übernommen, durch die mehrere Millionen Bewohner in Damaskus mit Frischwasser versorgt werden“,

und die ARD postuliert:

„Ob die ehemalige Nusra-Front im Barada-Tal präsent ist, ist umstritten.“

Der Spiegel nimmt gar die Erklärung der Kopfabschneider für bare Münze:

„Zunächst hatten im Dezember Regimegegner das Gebiet erobert. (…) Die Aufständischen und mehrere lokale Nichtregierungsorganisationen im Barada-Tal bestreiten jedoch vehement, dass die Dschabhat Fatah al-Scham dort aktiv ist.“

Christoph Sydow findet denn auch die Tatsache, dass 4 Millionen Menschen von sauberem Trinkwasser abgeschnitten sind eher amüsant. So amüsant, dass er mit einem Bonmot aus seinem reichen Wissenschatz zu brillieren versucht:

„Wenn in Syrien von Barada die Rede war, ging es jahrzehntelang meist um Bier. Die beliebte Marke der staatlichen Brauerei hieß so; (…) Wenn heute in Syrien von Barada die Rede ist, geht es um Krieg, das Bier gibt es nicht mehr.“

Am 22. Dezember wurde das Trinkwasser für die Millionenstadt durch die Beimischung von Dieselöl unbrauchbar gemacht. Einen Tag später wurde die Al-Fija-Quelle, eine der Quellen, die den Barada-Fluss speisen zerstört. Das Gebäude, in dem sich das Sammelbecken für das Quellwasser befindet, wurde zum Einsturz gebracht. Wie immer in einem Krieg bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, die Wasserversorgung zerstört zu haben. Es war also zunächst unklar, wer die Halle zum Einsturz gebracht hatte, ausser für Christoph Sydow vom Spiegel. Denn der weiß:

„Mindestens eine Pumpstation wurde durch einen Luftangriff des Assad-Regimes schwer beschädigt.“

allerdings ist er mit diesem „Wissen“ nicht ganz allein. Der Möchtegern-Journalist, Julian Röpcke von der Bildzeitung, auch bekannt als Jihad-Julian, der sich monatelang an You-Tube-Filmchen der jihadistischen Kopfabschneider auf seinem Twitter-Account verlustigte, in denen diese zeigten, wie sie mit US-amerikanischen TOW-Raketen Menschen töteten, ist zwar auch nicht vor Ort gewesen als die Halle einbrach, hat aber einen Zeugen. Hadi Al-Abdallah, von Bild als Medienaktivist bezeichnet, und seine Glaubwürdigkeit damit belegt, dass dieser

„1,2 Millionen Follower auf Facebook“

habe:

„war vor Ort und filmte am 27. Dezember die Zerstörung in der Wasser-Anlage. Gegenüber BILD bestätigte er, dass es sich um die Folgen eines Luftangriffs handele.“

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Der Krieg in Syrien und das dröhnende Schweigen

Der Kampf um Aleppo hat seinen Höhepunkt erreicht. Das Regime Assads und sein Verbündeter Russland bombardieren die Stadt und töten Zivilisten. Und der Westen tut – nichts. n diesen Tagen erreichen uns fast stündlich neue schreckliche Nachrichten aus Syrien. Die seit Jahren heftig umkämpfte Stadt Aleppo scheint nun wieder fast vollständig unter Kontrolle des Regimes von Baschar al-Assad. Eilmeldungen über die Erschießung von 82 Zivilisten, mutmaßlich durch Regierungstruppen, und die Aussetzung der Evakuierung von Zivilisten und Verletzten erscheinen auf unseren Handys. Doch lang bleiben uns diese Meldungen nicht im Bewusstsein, wir schieben sie gedanklich schnell beiseite.

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Aleppo und Syrien – ich weiß, dass ich nichts weiß

Immer wieder tobt in den sozialen Medien und auch in Privatgesprächen ein heftiger Streit um die Bewertung von dem was in Syrien geschieht oder nicht geschieht. Dabei hat niemand wirkliche Fakten. Quelle für das Meiste was uns in den westlichen Medien als Fakten präsentiert wird stammt von der „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ des Osama Suleiman, einem Kleiderhändler, der aus seinem Privathaus in Coventry / England Propaganda gegen Assad und für die Muslim-Bruderschaft macht. Eine Einmannarmee sozusagen.

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Matthäus 23: Weh euch ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!

Es scheint nun endlich zusammenzuwachsen, was schon seit langem zusammengehört – Schwarz und Grün. Die Altkonservativen von der CDU/CSU und ihr zeitweise in einem als spätpubertäre Trotzreaktion auf die Elterngeneration zu verstehenden Ausflug in das linke, antiautoritäre Lager abgedrifteter Nachwuchs, liegen sich endlich wieder in den Armen. Der kleinbürgerliche Mief, der vielleicht nicht ursächlich, aber durch seinen unreflektierten Kadavergehorsam und der in diesen Kreisen weitverbreiteten Stammtischmentalität innewohnenden, sich selbst hochschaukelnden Kritiklosigkeit gegenüber Autoritäten oder vermeintlichen Autoritäten half, zwei grosse und unzählbar viele kleinere Kriege loszutreten, feiert fröhliche Urständ.

Waren es im letzten Jahrhundert nationale Parolen, die die Menschen gegeneinander aufhetzten, so tragen die jetzigen Kriegsherren den Schild der Menschenrechte wie eine Monstranz vor sich her. Wurden in den zwei Weltkriegen immer die Gegner als diejenigen bezeichnet, die die nationale Integrität bedrohten, deren Handeln man nur durch eigene Aggressivität entgegentreten konnte, so wird heute ausschliesslich der Gegenseite die Missachtung der Menschenrechte vorgeworfen, gegen die man mit Krieg und Vernichtung angehen muss. Dabei wird gern übersehen, dass die größte Missachtung der Menschenrechte der Krieg selbst ist.

Ausdruck findet dieses neue Bündnis zwischen Schwarz und Grün im Zeichen des postkolonialen Imperialismus in der Online-Petition:

„Syrien: Gegen das Wegschauen, gegen das Schweigen!“

Gerichtet ist die Petition auf dem Portal „change.org“ an den „Europäischen Rat“. Initiatoren der Petition sind die zwei Mitglieder des Deutschen Bundestags, Franziska Brantner von Bündnis 90/Die Grünen und Norbert Röttgen aus der Fraktion der CDU/CSU. Vorausgegangen war in den letzten gut 20 Jahren, seit der Übernahme der DDR durch die Bundesrepublik, ein krasser Paradigmenwechsel der deutschen Politik – vom friedlichen Neben- und Miteinander der Völker und Nationen hin zum aggressiven „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“

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Das Leiden der Menschen im Ostteil Aleppos neigt sich dem Ende zu – für die Medien kein Grund zu Freude und Erleichterung

Die Tagesschau meldete am Sonntag in ihrer Hauptsendung um 20:00 Uhr in feinstem Propagandasprech:

„Im syrischen Aleppo drängen die Truppen von Machthaber Assad immer tiefer in den von Rebellen gehaltenen Osten der Stadt vor. Die Armee brachte nach eigenen Angaben zwei Stadtviertel unter ihre Kontrolle. Vorausgegangen waren heftige Gefechte und Bombardierungen. Die Großoffensive auf die zweitgrößte syrische Stadt läuft seit knapp zwei Wochen. Hunderte Zivilisten wurden dabei getötet.“

Da darf der böse Russe dann auch nicht fehlen. Entgegen der Tatsache, dass Russland nach der Wiederaufnahme der Kämpfe, nach der einseitigen Waffenruhe der syrischen Armee von Mitte Oktober bis Mitte November, keine Angriffe mehr auf das östliche Aleppo geflogen hat behauptet Stefan Maier in seinem Filmbeitrag, die Offensive der Syrischen Armee werde von der russischen Luftwaffe unterstützt und ruft als Zeugen einen, trotz der schlechten Ernährungslage in Ostaleppo, wohlgenährten islamistischen Söldner – erkennbar an dem obligatorischen Vollbart – vor die Kamera, der sein offenbar auswendig gelerntes Sprüchlein aufsagt:

„Russische Jets haben uns mit Raketen unter Beschuss genommen. Wie man sehen kann, ist das ein ziviles Gebiet. Hier gibt es keine Kämpfer. Das Regime unterscheidet nicht zwischen Milizen und Zivilisten“.

Sehen kann man allerdings weder „Milizen“ noch Zivilisten. der Mann hat sich medienwirksam auf einen Schutthaufen gestellt, im Hintergrund zerstörte Häuser, denen man nicht ansehen kann, wie sie zuvor genutzt wurden.

Stefan Meister ist ganz Kriegspartei und auf der Seite der islamistischen Terroristen. Statt sich für die Menschen in Ost-Aleppo zu freuen, dass nun das Schlachten und Morden für sie ein absehbares Ende nimmt, bedauert Meister dieses offensichtlich:

„Eine vollständige Einnahme Aleppos könnte ein Wendepunkt im Bürgerkrieg sein. Das Regime würde dann alle grösseren Städte im Land kontrollieren.“

Für diese Einnahme Ost-Aleppos durch die Syrische Armee hatte der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura allerdings bereits vor Tagen ein neues Inferno vorausgesehen:

„Der UN-Sonderbeauftragte de Mistura befürchtet den Fall der Stadt noch vor Weihnachten. Zigtausende Menschen würden dann vor dem Assad-Regime zu fliehen versuchen.“

Weil dem aber nun augenscheinlich nicht so ist, sondern die Menschen, die von den Terroristen in Geiselhaft genommen wurden, wenn überhaupt, dann eher in die Arme Assads und seiner Truppen in den Westteil Aleppos flüchten, dreht das fixe Reporterchen den Spieß geschwind einfach um:

„Bisher sind erst wenige Menschen in den Westteil Aleppos geflüchtet. Die meisten hält offenbar die Angst vor Assad zurück.“

Manipulation der Zuschauer und Leser durch verdrehte Wahrheiten, offensichtliche Lügen, und der Betrug an den Konsumenten des Mainstreams durch gezieltes Weglassen unangenehmer Tatsachen – so sieht sie aus, die Informationspflicht, der sich unsere Qualitätsjournalisten angeblich verschrieben haben.

So auch vor einer Woche, als ein Rauschen durch den deutschen Blätterwald ging. Der UN-Sicherheitsrat hatte getagt und der UN-Nothilfekoordinator, der Brite Stephen O’Brien gab vor dem Gremium seinen Bericht über die Lage in Syrien ab. Nun ist dies kein aussergewöhnlicher Vorgang, weil O’Brien dem Sicherheitsrat in monatlicher Folge berichtet, aber der Mainstream sah wohl die Möglichkeit, wieder einmal die große Propagandakeule zu schwingen.

Aus dem mehrere Seiten umfassenden und etliche Aspekte der humanitären Lage in Syrien beleuchtenden Bericht, suchten sich die den Blättern und dem Fernsehen zuarbeitenden Nachrichtenagenturen einen einzigen Aspekt, den der Belagerung von Städten und Gemeinden und der damit eingehenden schlechten Versorgung der Menschen heraus.

Zu verlockend war wohl die große, runde Zahl, die O’Brien der Meute zum Fraß vorwarf. Annähernd 1 Million Menschen

„are living tonight under siege“,

also, verbrächten diese Nacht unter Belagerungszustand. Eine Nachricht, die die Presse zu geradezu euphorischen Berichten beflügelte. Es war die Zeit der Krokodilstränen:

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Wer die Türkei verstehen will, muss einen Blick auf ihre Geschichte werfen

Das Verhalten Erdogans ist für viele Europäer besorgniserregend. Sie sehen die Türkei auf dem Weg in eine islamische Autokratie. Für das Verständnis der aktuellen Geschehnisse ist ein Blick auf die Geschichte dieses Landes hilfreich.

Die Entstehung der modernen Türkei:

Im 19. Jahrhundert formte eine neue Ideologie die europäische Landschaft. Das Aufkommen des Nationalismus berührte auch das Osmanische Reich. Nationen wurden gegründet und proklamierten die Unabhängigkeit von den Osmanen. In der Folge verlor das Reich fast seine kompletten europäischen Besitztümer. Das Osmanische Reich galt als „kranker Mann am Bosporus“. Als Reaktion auf diese Entwicklungen entstand die Bewegung der Jungtürken. Sie galten als nationalistische, liberale Reformierer und viele zuvor unterdrückte Minderheiten hatten Hoffnung, dass sich ihre Situation bessern und die Repressalien der osmanischen Regierung enden würden. Die Jungtürken putschten sich an die Macht und unternahmen den Versuch einen osmanischen Nationalismus zu etablieren, dem alle osmanischen Bürger (auch Christen und Juden) zugehörig sein sollten. Andere, konkurrierende Nationalismen (griechische, armenische, kurdische) verhinderten aber den Erfolg des Osmanismus und die Jungtürken forcierten nun einen türkischen Nationalismus und sahen die christlichen Minderheiten als Elemente an, die dem im Weg standen. Fortan verstärkte sich Diskriminierung, Gewalt und Unterdrückung der christlichen Minderheiten.

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Immer wieder Aleppo – ein offener Brief an Dunja Hayali

Seit zwei Tagen beschäftigt mich eine »Twitter-Nachricht. Es ist der Tweet der, von mir hochgeschätzten, Moderatorin des ZDF, Frau »Dunja Hayali.

Frau Hayali hat irakische Wurzeln, weiß also, wovon sie da, sehr persönlich & nachempfindbar, schreibt. Und sie ist ein Medienprofi. Insofern erstaunt mich ihr Tweet und daher habe ich einen Freund gebeten, sich mit ihm näher zu beschäftigen.

Manfred Ziegler* kennt die Region ebenfalls aus eigenem Erleben. Eine Antwort auf Augenhöhe.

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Zwei fürchterliche Ereignisse in Syrien und ihre völlig unterschiedliche Gewichtung in der veröffentlichten Meinung

Im Osten Syriens ist es am Freitag zu einem schwerwiegenden Zwischenfall gekommen. US-amerikanische, dänische und australische Kampfjets haben in der Region Deir ez-Zor Einheiten der regulären syrischen Armee angegriffen und mindestens 60, andere Stimmen sprechen von bis zu 90 Soldaten getötet und über hundert verletzt.

Die erste Erwähnung in der ARD erfuhr der Angriff in den Tagesthemen am Samstag. Unkorrekt und für eine Nachrichtensendung absolut indiskutabel wurde hinter Nachrichtensprecher Hofer nicht die korrekte Bezeichnung „Syrische Armee“ eingeblendet, sondern als vielmehr war von einem „Luftangriff auf Assad-Truppen“ die Rede, so als sei das Assads private Söldnertruppe.

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